Die Formel zum Erfolg

“Mit dem Kopf durch die Wand, ohne sich dabei einen Dachschaden zu holen”, lautet laut Sina Trinkwalder (Gründerin Manomama) die Formel zum Erfolg. Einen Dachschaden hatten wir sowieso schon vorher, das war also kein Problem. Zu Beginn sprudeln die Ideen nur so aus einem heraus. In dieser Phase fällt es einem sehr schwer, das Gewirr aus Ideen zu ordnen und zu dokumentieren. Und relativ schnell wird man dann von der Realität eingeholt und merkt, dass Kompromisse unausweichlich sind. Das soll aber auf keinen Fall heißen, dass wir das ursprüngliche Konzept völlig über den Haufen werfen mussten. Vielmehr soll es ausdrücken, wie schnell ein blauäugiges Konzept grauäugig wird. Für jede Einzelheit müssen verschiedene Denkansätze und Perspektiven abgeklappert werden. Inwiefern ist die Idee technisch umsetzbar? Stimmt es mit dem überein, was die Zielgruppe möchte? Passt die Idee zu unserem “Big Picture”? All dies sind Fragen, die wir tausende male beantworten mussten. Rückblickend haben wir glaube ich alles ziemlich gut unter einen Hut bringen können. Eine große Baustelle war jedoch die Konkurrenz. Ähnliche Konzepte lagen vor. Stimmungstiefpunkt. Da glaubt man, eine welt(meisterschaft)bewegende Idee zu haben und erfährt dann, dass man im Endeffekt nur ein Nachzügler ist. Aber hey, das ist die innovative Marktwirtschaft in der wir leben! Und genau aus dem Grund, weshalb sie die Wirtschaft so vorantreibt, ist unser Konzept so wie es heute vorliegt: die Anwesenheit von Konkurrenz zwingt einen förmlich dazu, etwas Neues, etwas Besseres und meist auch Günstigeres zu schaffen – und das alles gleichzeitig. Wir haben uns also angeschaut, was die Konkurrenz denn so produziert hat oder beziehungsweise vorhat zu produzieren. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass kein Produkt dem nahe kommt, was wir zu realisieren versuchten: eine hochwertig gestaltete, übersichtliche, intuitiv bedienbare App, die auf das Essenzielle, nämlich den Spassfaktor, reduziert ist. Uns wurde auch bewusst, dass man das Rad nicht neu erfinden muss, um etwas zu bewirken. Wir rafften uns also auf und versuchten, einen scheinbaren Nachteil zu unserem Vorteil zu verwerten. Denn die bestehenden Produkte lieferten uns Antworten auf essenzielle Fragen: Wie kommt das Konzept in der Zielgruppe an? Was fehlt der Zielgruppe? Was findet sie gut? Marktforschung blieb uns also im weitesten Sinne erspart. Yippi, dann hatte das Ganze ja doch etwas Gutes! 

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